Schwan Beim Putzen Seines Gefieders

"Die wilden Schwäne" erklingen im Bildermuseum

Am Sams­tag, den 22. Juni 2019 lässt der Mäd­chen- und Frau­en­chor der Scho­la Can­torum Leip­zig gemein­sam mit Gesangs- und Instru­men­tal­so­lis­ten im Muse­um der bil­den­den Küns­te Leip­zig Carl Rei­ne­ckes sel­ten auf­ge­führ­te Mär­chen­oper “Die wil­den Schwä­ne” erklin­gen. Kon­zert­ti­ckets zu 12 Euro (ermä­ßigt 6 Euro) sind ab sofort in der Musi­ka­li­en­hand­lung Oels­ner erhältlich.

Dort, wo die Schwal­ben im Win­ter hin­zie­hen, wohn­te einst ein König, der elf Söh­ne und eine Toch­ter hat­te. Eines Tages ver­hei­ra­te­te sich der König mit einer bösen Köni­gin, die den armen Kin­dern gar nicht wohl geson­nen war und die elf Prin­zen in wil­de Schwä­ne ver­wan­del­te. Nur die Schwes­ter konn­te ihre Brü­der nun noch ret­ten, indem sie ihnen aus Nes­seln elf Hem­den web­te, dabei aber kein Wort spre­chen durfte…

Carl Rei­ne­cke, der von 1860–1895 Kapell­meis­ter am Leip­zi­ger Gewand­haus war, hin­ter­ließ mit sei­nen 1881 kom­po­nier­ten “Wil­den Schwä­nen” eine span­nend-zau­ber­haf­te, kon­zer­tan­te “Mär­chen­oper” für Sopran‑, Alt- und Bari­ton-Solo, weib­li­chen Chor, Hör­ner, Har­fe, Cel­lo, Kla­vier­be­glei­tung und “Decla­ma­ti­on”. Als Vor­la­ge dien­te das bekann­te Mär­chen des däni­schen Dich­ters und Schrift­stel­lers Hans Chris­ti­an Ander­sen (1805–1875), mit dem Rei­ne­cke bereits seit sei­ner Jugend­zeit befreun­det war und des­sen Tex­te auch in vie­le von Rei­ne­ckes Lie­dern Ein­gang fanden.

“...was so mäch­tig von dem Her­zen kommt, das mit gar eig­ner Macht zum Her­zen geht.” (Hans Chris­ti­an Ander­sen über den Pia­nis­ten Carl Reinecke)

Der Mäd­chen- und Frau­en­chor der Scho­la Can­torum Leip­zig wid­met sich Rei­ne­ckes ein­stün­di­ger Mär­chen­oper gemein­sam mit den Gesangs­so­lis­ten Anika Paulick (Sopran), Marie Hen­ri­et­te Rein­hold (Mez­zo­so­pran), Juli­an Cle­ment (Bari­ton) kurz vor Mitt­som­mer, am 22. Juni 2019 um 21 Uhr, im Leip­zi­ger Muse­um der bil­den­den Küns­te. MDR-Mode­ra­tor und Musik­re­dak­teur Claus Fischer konn­te als Erzäh­ler gewon­nen wer­den. Musi­ka­lisch unter­stützt wird die Auf­füh­rung von Prof. Tho­mas Hau­s­child und Brit­ta Hau­s­child (Horn), Chris­toph Vietz (Vio­lon­cel­lo), Chris­ti­na Engel­ke (Har­fe) und Aya Kuge­le (Kla­vier). Die Gesamt­lei­tung liegt in den Hän­den von Mar­cus Friedrich.

Kar­ten für das Kon­zert sind zu 12 Euro, ermä­ßigt 6 Euro (Schü­ler, Stu­den­ten, ALG-2-Emp­fän­ger, Men­schen mit Behin­de­run­gen, Leip­zig-Pass-Inha­ber) in der Musi­ka­li­en­hand­lung Oels­ner, Schil­ler­stra­ße 5, Tele­fon (0341) 960 52 00, erhält­lich. Rest­kar­ten gibt es an der Abendkasse.

Schola Cantorum Leipzig

Die Scho­la Can­torum Leip­zig (zu Deutsch: Sing­schu­le) wur­de im Jahr 1963 als Kin­der- und Jugend­chor gegrün­det und arbei­tet seit 1982 unter Trä­ger­schaft der Stadt Leip­zig. Über 300 Kin­der, Jugend­li­che und jun­ge Erwach­se­ne sin­gen und musi­zie­ren heu­te in der musi­ka­li­schen Früh­erzie­hung, den Vor­schul- und Spat­zen­chö­ren, im Kin­der­chor, dem inter­na­tio­nal renom­mier­ten Mäd­chen­chor bis hin zu Frau­en­chor und gemischt­stim­mi­gem Kam­mer­chor. Die ver­schie­de­nen Ensem­bles gestal­ten jähr­lich zwi­schen 40 und 50 Kon­zer­te vor ins­ge­samt mehr als 10.000 Zuhö­rern in Leip­zig und zum Teil weit dar­über hin­aus. Die Scho­la Can­torum Leip­zig ist damit eine der größ­ten und aktivs­ten Chor­for­ma­tio­nen Mit­tel­deutsch­lands, wich­ti­ger loka­ler Bil­dungs­trä­ger und Bot­schaf­te­rin für die Musik­stadt Leipzig.

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» Titel­fo­to: Grit Hartung

Titelfoto: Grit Hartung
Annette Reinhold (Portraitfoto)Annette Reinhold (Portraitfoto)

Annette Reinhold

Annette Reinhold wurde in Leipzig geboren und wuchs in einer Augenoptiker-Familie auf. Nach dem Schulabschluss entschied sie sich zunächst für den Handwerkerberuf ihrer Eltern, bevor sie an der Leipziger Musikhochschule ein Gesangsstudium absolvierte. Heute leitet sie das Chorbüro der Schola Cantorum Leipzig.