Weihnachtlich Dekorierte Lebkuchenmänner (und -frauen)

Hänsel und Gretel verlaufen sich im Wald

Wenn am kom­men­den Frei­tag bereits zum 14. Mal das Musik­fes­ti­val "Klas­sik für Kin­der" star­tet, wird die Evan­ge­lisch-Refor­mier­te Kir­che am Leip­zi­ger Trönd­lin­ring für ein kom­plet­tes Wochen­en­de zum Hot­spot für alle gro­ßen und vor allem klei­nen Klas­sik-Fans. Neben Bedřich Sme­ta­nas "Mol­dau" oder John Wil­liams "Har­ry-Pot­ter-Suite" ste­hen in die­sem Jahr Hal­le­lu­ja-Ver­to­nun­gen aus ein­tau­send Jah­ren auf dem Fes­ti­val­pro­gramm. Dane­ben wer­den Kin­der in Work­shops malen, tan­zen, sin­gen und diri­gie­ren, es gibt Büh­nen­bil­der und Musik­stü­cke zu ent­wer­fen sowie eige­ne Kom­po­si­tio­nen vorzustellen...

Am Eröff­nungs­tag wird in einer Schü­ler­vor­stel­lung um 10 Uhr und zur offi­zi­el­len Fes­ti­val­er­öff­nung um 18 Uhr die Mär­chen­oper schlecht­hin – Engel­bert Hum­per­dincks "Hän­sel und Gre­tel" – in der Refor­mier­ten Kir­che zu sehen und zu hören sein. Dass sich Hän­sel (Pao­la Kling) und Gre­tel (Leev­ke Ham­bach) im Wald ver­lau­fen, weil ihr mit­tel­lo­ser Vater (Ans­gar Schä­fer) stets betrun­ken nach Hau­se kommt und ihre auf­ge­bre­zel­te Mut­ter (Vik­ori­ja Kamins­kai­te) wahr­schein­lich nichts ande­res im Kopf hat, als ihren nächs­ten Kos­me­tik­ter­min, ist dabei nur ein Teil der Geschich­te. Ob die durch­trie­be­ne Hexe (Ste­phan Gogol­ka auf High-Heels), die in der als über­di­men­sio­na­ler Ofen umfunk­tio­nier­ten Kir­chen­or­gel endet, schließ­lich auch wirk­lich besiegt ist, darf zumin­dest bezwei­felt wer­den: Denn wer ist eigent­lich die­se net­te, älte­re Dame, die da plötz­lich im Schluss­ap­plaus auf­taucht? Und ob das skur­ri­le Sand­männ­chen (San­dra Naleppa) wohl jemals wie­der auf­ge­wacht ist...?

Über drei­ßig Kin­der und Jugend­li­che des Inter­na­tio­na­len Cho­reo­gra­fi­schen Zen­trums Leip­zig (Monts­er­rat Léon) und des Tanz­work­shops (Ilka Demm­ler) sind an den Auf­füh­run­gen betei­ligt. Noch ein­mal so vie­le "Leb­ku­chen­u­chen-Kin­der" (dar­un­ter vier­zehn Eng­lein) steu­ert die Scho­la Can­torum Leip­zig bei, musi­ka­lisch beglei­tet durch das mäch­ti­ge Orches­ter der Musi­ka­li­schen Komö­die Leip­zig – am Pult Kan­to­rin und Fes­ti­va­lin­itia­to­rin Chris­tia­ne Bräutigam.

Kar­ten für die Kon­zer­te und Auf­füh­run­gen sind zu 9 Euro / 8 Euro (ermä­ßigt 4 Euro) in der Musi­ka­li­en­hand­lung Oels­ner (Schil­ler­stra­ße 5). Rest­kar­ten gibt es an der Abend­kas­se ab 45 Minu­ten vor Konzertbeginn.

Titelfoto: Aleksandra Tanasiienko
Marcus Friedrich

Marcus Friedrich

Marcus Friedrich studierte Kirchenmusik sowie Chor- und Orchesterleitung bei Thomaskantor Georg Christoph Biller (Chorleitung), Helgeheide Schmidt (Klavier), Helmut Weese (Korrepetition) und Alexander Vitlin (Orchesterleitung) an der Hochschule für Musik und Theater "Felix Mendelssohn Bartholdy".