Außenansicht Der Leipziger Peterskirche Am Abend
Mädchen- und Frauenchor mit Rutter und Radecke beim Weihnachtsliedersingen

Deutsche Erstaufführung in der Peterskirche

Am Sams­tag, den 16. Dezem­ber 2017 ist der Mäd­chen- und Frau­en­chor der Stadt Leip­zig um 19:30 Uhr mit dem tra­di­tio­nel­len Weih­nachts­lie­der­sin­gen in der Peters­kir­che Leip­zig zu erleben.

Auf dem Kon­zert­pro­gramm steht der Zyklus "A Cere­mo­ny of Carols", Op. 28, von Ben­ja­min Brit­ten, der auf der Grund­la­ge alteng­li­scher Tex­te vom 14. bis 16. Jahr­hun­dert stim­mungs­voll und far­ben­reich die Weih­nachts­ge­schich­te nach­emp­fin­det. Dem gegen­über bil­det John Rut­ters erst Ende 2016 fer­tig­ge­stell­tes Werk "Visi­ons" für Solo­vio­li­ne, Har­fe und Kna­ben- oder Mäd­chen­chor – eine deut­sche Erst­auf­füh­rung – einen star­ken Kon­trast: Schein­bar völ­lig abseits der Weih­nachts­bot­schaft ver­tont Rut­ter in vier inten­si­ven Sät­zen – in die­sen Tagen aktu­el­ler denn je – die Hoff­nung auf ein himm­li­sches Jeru­sa­lem und damit auf ein Ende allen mensch­li­chen Leids.

Eine wei­te­re Beson­der­heit des Kon­zert­abends: Robert Rade­ckes (1830–1911) "Weih­nachts­lied", Op. 20, für Soli, Frau­en­chor und Kla­vier, erlebt sei­ne Wie­der­auf­füh­rung. Dane­ben erklin­gen natür­lich eini­ge der bekann­tes­ten deut­schen und inter­na­tio­na­len Weih­nachts­lie­der in Sät­zen von Micha­el Prae­to­ri­us, Bob Chil­cott oder dem Leip­zi­ger Musik­päd­ago­gen Rein­hardt Syh­re, der vor fast 55 Jah­ren die Scho­la Can­torum Leip­zig gründete.

Die Sän­ge­rin­nen aus Mäd­chen- und Frau­en­chor wer­den beglei­tet von Diet­rich Rein­hold auf der Vio­li­ne, Chris­ti­na Engel­ke auf der Har­fe und Aya Kuge­le am Flü­gel. Die Lei­tung des Kon­zer­tes hat der Leip­zi­ger Chor­lei­ter und Kir­chen­mu­si­ker Mar­cus Friedrich.

Kar­ten für das Kon­zert sind zum Preis von 14 Euro (ermä­ßigt 10 Euro, Leip­zig-Pass-Inha­ber 7 Euro) erhält­lich in der Musi­ka­li­en­hand­lung Oels­ner, Schil­ler­stra­ße 5, Rest­kar­ten gibt es an der Abendkasse.

Schola Cantorum Leipzig

Die Scho­la Can­torum Leip­zig (zu Deutsch: Sing­schu­le) wur­de im Jahr 1963 als Kin­der- und Jugend­chor gegrün­det und arbei­tet seit 1982 unter Trä­ger­schaft der Stadt Leip­zig. Über 300 Kin­der, Jugend­li­che und jun­ge Erwach­se­ne sin­gen und musi­zie­ren heu­te in der musi­ka­li­schen Früh­erzie­hung, den Vor­schul- und Spat­zen­chö­ren, im Kin­der­chor, dem inter­na­tio­nal renom­mier­ten Mäd­chen­chor bis hin zu Frau­en­chor und gemischt­stim­mi­gem Kam­mer­chor. Die ver­schie­de­nen Ensem­bles gestal­ten jähr­lich über 40 Kon­zer­te vor ins­ge­samt mehr als 10.000 Zuhö­rern in Leip­zig und zum Teil weit dar­über hin­aus. Die Scho­la Can­torum Leip­zig ist damit eine der größ­ten und aktivs­ten Chor­for­ma­tio­nen Mit­tel­deutsch­lands, wich­ti­ger loka­ler Bil­dungs­trä­ger und Bot­schaf­ter für die Musik­stadt Leipzig.

Titelfoto: Eric Kemnitz
Marcus Friedrich

Marcus Friedrich

Marcus Friedrich studierte Kirchenmusik sowie Chor- und Orchesterleitung bei Thomaskantor Georg Christoph Biller (Chorleitung), Helgeheide Schmidt (Klavier), Helmut Weese (Korrepetition) und Alexander Vitlin (Orchesterleitung) an der Hochschule für Musik und Theater "Felix Mendelssohn Bartholdy".