Bernhard Steiner (Portraitfoto)

Bernhard Steiner

Künstlerischer Leiter

Der gebür­ti­ge Wie­ner besuch­te ein huma­nis­ti­sches Gym­na­si­um und stu­dier­te an der Wie­ner Musik­hoch­schu­le Musik­päd­ago­gik, Gesangs­päd­ago­gik, Chor- und Orches­ter­di­ri­gie­ren. Noch wäh­rend des Stu­di­ums wur­de er Stimm­bild­ner und Päd­ago­ge bei den Wie­ner Sän­ger­kna­ben und lei­te­te einen der vier Kon­zert­chö­re. Außer­dem über­nahm er Ein­stu­die­run­gen für die Wie­ner Hof­mu­sik­ka­pel­le, die Wie­ner Staats­oper, die Wie­ner Volks­oper, die Wie­ner Fest­wo­chen, die Salz­bur­ger Fest­spie­le, für CD-Auf­nah­men und Fern­seh­auf­zeich­nun­gen u.a. für Lorin Maazel, Clau­dio Abba­do und Geor­ge Solti.

Mit dem von ihm gegrün­de­ten Wie­ner Streich­or­ches­ter spiel­te Stei­ner zahl­rei­che Urauf­füh­run­gen jun­ger Kom­po­nis­ten für den Öster­rei­chi­schen Rund­funk und auf CD ein. 1991 gewann er den Diri­gen­ten­wett­be­werb Forum jun­ger Künstler des Wie­ner Kam­mer­or­ches­ters und wur­de dar­auf­hin Gast­di­ri­gent des Wie­ner Mozart­or­ches­ters, des Wie­ner Wal­zer­or­ches­ters und des Dohná­nyi-Sym­pho­nie­or­ches­ters Budapest.

An eine Cho­ras­sis­tenz beim Bay­reu­ther Fest­spiel­chor schlos­sen sich Enga­ge­ments als Chor­di­rek­tor und Kapell­meis­ter an den Thea­tern in Gie­ßen und Koblenz an. In die­ser Zeit lei­te­te Stei­ner auch den Phil­har­mo­ni­schen Chor der Stadt Gie­ßen und die Wetz­la­rer Sing­aka­de­mie, gewann mit einem Kam­mer­chor bereits ein­ein­halb Jah­re nach des­sen Grün­dung einen drit­ten Preis beim Inter­na­tio­na­len Chor­wett­be­werb in Buda­pest und grün­de­te einen Kin­der­chor am Thea­ter Koblenz.
Stei­ner war inte­ri­mis­tisch auch als Kan­tor im Kir­chen­dienst tätig und hat­te von 2006–2008 an der Folk­wang Uni­ver­si­tät der Küns­te eine Lehr­auf­trag für Chor­di­ri­gie­ren sowie die Lei­tung des Hoch­schul­chors inne.

Seit 2001 ist Bern­hard Stei­ner Diri­gent des Köl­ner Män­ner-Gesang-Ver­eins sowie musi­ka­li­scher Lei­ter des all­jähr­li­chen Diver­tis­se­ment­chens am Köl­ner Opern­haus. Für den KMGV kon­zi­pier­te er eine Chor­schu­le für Jugend­li­che und Erwach­se­ne zur Wei­ter­bil­dung und Inte­gra­ti­on in den Köl­ner Män­ner-Gesang-Ver­ein. 2008 wur­de er 1. Kapell­meis­ter und stell­ver­tre­ten­der Gene­ral­mu­sik­di­rek­tor am Thea­ter Hagen und war von 2011 bis 2020 Chef­di­ri­gent der Bay­er Phil­har­mo­ni­ker (dem semi­pro­fes­sio­nel­len Sym­pho­nie­or­ches­ter des Bayer–Konzerns).
Gast­di­ri­ga­te führ­ten Bern­hard Stei­ner zu zahl­rei­chen Chö­ren und Orches­tern dar­un­ter: WDR Funk­haus­or­ches­ter, WDR-Rund­funk­chor, Beet­ho­ven-Orches­ter Bonn, Phil­har­mo­ni­scher Chor Köln, Stutt­gar­ter Kam­mer­or­ches­ter, Ham­bur­ger Sym­pho­ni­ker, Bochu­mer Sym­pho­ni­ker, Jena­er Phil­har­mo­nie, Göt­tin­ger Sym­pho­nie­or­ches­ter, Chor der Staats­oper Buda­pest, Phil­har­mo­ni­scher Chor Cluj/Rumänien, Nie­der­ös­ter­rei­chi­sches Ton­künst­ler­or­ches­ter, Bil­kent-Sym­pho­nie­or­ches­ter Anka­ra, Rund­funk­sin­fo­nie­or­ches­ter Peking. Mit den Ber­li­ner Sym­pho­ni­kern ver­bin­det ihn bereits eine zehn­jäh­ri­ge Zusam­men­ar­beit mit Kon­zer­ten in der Ber­li­ner Phil­har­mo­nie sowie Tour­ne­en nach China.

Opern­vor­stel­lun­gen lei­te­te Bern­hard Stei­ner an ver­schie­de­nen deut­schen Thea­tern sowie in der Schweiz, in den Nie­der­lan­den, Öster­reich, Bel­gi­en, Polen und am Opern­haus Odes­sa. Von 2015–2018 folg­te er einem Ruf als Gast­pro­fes­sor für Musi­ka­li­sche Interpretation/Musiktheater an der Uni­ver­si­tät für Musik und Dar­stel­len­den Kunst in Graz. Schon wäh­rend sei­ner Stu­di­en­zeit war Bern­hard Stei­ner als Assis­tent, Refe­rent und Lei­ter von Jugend­mu­sik­camps tätig, ent­wi­ckel­te spä­ter mit ver­schie­de­nen Part­nern (Schul­klas­sen, Kin­der­chö­ren, Pro­jekt­chö­ren, Thea­ter­grup­pen) Kin­der­kon­zert­pro­gram­me und setz­te sich für Inte­gra­ti­ons­pro­jek­te ein (z.B. mit dem Chor des Insti­tu­tes für Inter­kul­tu­rel­le Musik und Büh­nen­küns­te in Essen, bei einem Soli­da­ri­täts­kon­zert mit geflüch­te­ten Musi­kern auf dem Ber­li­ner-Gen­dar­men­markt oder mit einer Auf­füh­rung des Holo­caust-Ora­to­ri­ums “I belie­ve” von Zane Zalis in Lever­ku­sen und Wup­per­tal, des­sen CD-Mit­schnitt 2020 für den OPUS-Klas­sik nomi­niert wurde).

Stand: September 2021
Foto: Eric Kemnitz